15. Juli 2011 ein Tag voller Sonnenschein!

 

Hochzeit 15. Juli 2011

Am Freitag den 8. Juli sind wir in meinen Heimatort gefahren wo die Hochzeit von uns stattfinden sollte. Dort wollten wir noch eine Wochen mit unseren Familien verbringen und noch ein paar Kleinigkeiten erledigen.

Sonntags bin ich dann erst noch mal in die Pfalz gefahren, unsere Kleidung und die restliche Dekoration holen. Gut das es ein Kombi war. Das Auto war randvoll.

Aus den Kleinigkeiten, die wir erledigen wollten, wurde dann doch eine ganze Menge und wir hatten irgendwie kaum eine freie Minute!

Mittwochs (13.07.) haben wir dann angefangen den Saal zu dekorieren. Die Lampions mussten an der Decke angebracht haben. Man war das eine Arbeit. Aber die Männer haben es super toll hin bekommen! Erst die Dekoschnur und dann die Lampions dran. Gläser und Teller wurden nebenher von meiner Mutter gezählt und noch mal sauber gemacht. Das Foyer unten wurde hergerichtet für den Sektempfang und Abends haben wir es noch geschafft, immerhin die Tische hinzustellen und die Kerzen auf die Fensterbänke zu dekorieren.

Donnerstags (14.07.) gings dann weiter. Das Geschirr fürs Abendessen und die Tischdecken wurden geliefert. Die Tische wurden richtig aufgebaut und die Stühle drum rum gestellt. Dann wollten mein Mann und ich die Tischdecken auf die Tische legen, tja...irgendwie waren die unterschiedlich. Also erst mal Tischdecken nach Größe sortiert! Anschließend dann die Dekoration auf die Tische, alles wurde eingedeckt und auch der restliche Saal wurde fertig gemacht. In der Ferienwohnung wurde von meiner Schwiegermutter samt Familie fleißig gebacken. Im laufe des Tages trudelten dann so langsam die Gäste von weiter her ein und besuchten uns dann auch gleich mal in der Location. Am Nachmittag bin ich dann mit meinem Schwiegervater zum Floristen gefahren um die Blumen abzuholen. Mein Gott waren die Sträuße wunder wunderschön! Ich war ganz sprachlos und sooo verdammt günstig war es auch noch! Zurück in der Location wurden die einzelnen Rosen in die Gefäße gestellt und die Sträuße und Anstecker kühl gelagert. Nachdem die Messe in der Kirche rum war, sind wir gleich über die Straße gegangen um noch die Kirche schick zu machen. Das ging ganz schnell und anschließend gab es erst mal etwas zu essen! Irgendwie habe ich den ganzen Tag keine Zeit dazu gehabt! Die leeren Kisten wurden weg geräumt und wir sind in die Burg gefahren wo mein Mann, unsere Tochter und meine Visagistin (Bekannte von uns) übernachtet haben. Dort hat mir meine Visagistin noch die Nägel lackiert, das war wie früher beim Mädels treffen...Schminken, lackieren und lachen! Es ist dann doch sehr spät geworden und wir sind erst so um halb 1 oder 1 ins Bett gekommen...dabei wollte ich eigentlich ganz früh ins Bett gehen!

15. Juli 2011 – unser Hochzeitstag!

Morgens um 7 Uhr klingelte der Wecker, mein Gott, so verdammt früh. Ich bin überhaupt keine gute Frühaufsteherin. Aber in der Nacht hatte ich einfach nur wunderbar geschlafen. Unsere Tochter hatte da mehr Probleme mit dem Aufstehen Mein Schatz hat sich dann angezogen, ich habe noch ein paar Dinge zusammen gesucht und dann ist er abgeholt worden um sich bei seiner Familie richtig fertig zu machen und um unsere Maus hübsch zu machen. Ich blieb zurück mit meiner Visagistin, die unten im Turm schon die Lockenwickler angestellt hatte, damit sie schön warum wurden. Ich habe mir dann als mein Mann weg war, schnell die Unterwäsche angezogen dann noch mal was bequemes drüber und bin dann runter. Die Lockenwickler wurden mir in die Haare gedreht und nebenbei versuchte ich wenigstens etwas zu frühstücken. Hatte aber wie immer morgens nicht wirklich Hunger. Ein O-Saft, Kaffee und ein halbes Joghurtglas später, rief der Fotograf an, er sei da und wir machten ihm das Tor auf. Er fing dann auch gleich an, seine Kameras auszupacken und mich zu Fotografieren. War am Anfang noch etwas merkwürdig aber, ich habe mich schnell dran gewöhnt. Bis dahin war ich noch gar nicht nervös, saß nur da und habe genossen wie ich fertig gemacht wurde. Das Telefon klingelte wieder und meine Freundin war dran. Sie stand diesmal unten und kam um mich anzukleiden. Sie kam in das Zimmer und in dem Moment machte es summ in meinem Bauch und ich wurde tierisch nervös! Wir haben uns da das erste mal gesehen in der Woche, weil sie mit Nasennebenhöhlenentzündung im Bett lag. Sie sah total toll aus in ihrem Kleid, das extra wegen mir einen blau-lila Ton mit drin hatte. Ich wurde noch fertig geschminkt, die Haare wurden gesteckt und dann ging 2 Stockwerke nach oben wo mein Standesamtkleid hing. Meine Freundin und meine Visagistin halfen mir ins Kleid, die Blüte wurde festgesteckt im Haar und ich zog die Schuhe an. Schon war ich fertig, ein paar Minuten später als geplant, aber pünktlich. Meine Freundin ging schnell über die Straße nach Hause um ihre Mutter einzupacken um zum Standesamt zu fahren. Ich ging mit meiner Visagistin runter und draußen warteten schon meine Mutter mit ihrem Freund. Meine Güte, die beiden sahen einfach sooooo umwerfend aus! Wir begrüßten uns, stiegen ins Auto und fuhren meinen Mann abholen. Er kam zum Auto und hach, ich kam aus dem Glücksgefühl einfach nicht mehr raus, ich konnte nur noch lächeln und mich freuen! Wir fuhren also endlich Richtung Standesamt. Dort angekommen, war es ein sehr merkwürdiges Gefühl das Paar zu sein, das gleich in den Trausaal geht in Festkleidung mit Brautstrauss um sich das Ja-Wort zu geben! Leider kam es noch zu einer Verzögerung, da meine Schwiegermutter, mit unserer Tochter, Schwager und ihrem Mann noch nicht da waren...durch eine Umleitung und keine Ortskenntnis haben sie den Weg nicht gefunden. Das hat mich halb wahnsinnig gemacht, da ich nicht ohne meine Tochter heiraten wollte. Mit 20 Minuten Verspätung würde ich sagen, waren sie dann endlich da und wir gingen hoch zum Trausaal. Zu dem Zeitpunkt hatte ich gerade beschlossen ohne sie anzufangen. Man war ich erleichtert als sie es dann doch geschafft haben! Meine Kleine sah auch total süß aus und auch die restlichen Gäste hatten sich schon zum Standesamt toll gekleidet! Die Trauung ging so etwa 20 Minuten. Ich versuchte mich zusammen zu reißen um nicht zu weinen, hatte aber die ganze Zeit feuchte Augen. Der Standesbeamte hat auch den Satz erwähnt den ich ihm geschickt habe: „Das Herz will, was das Herz will“ Der passt einfach perfekt zu unserer Beziehung. Auch ansonsten hat er es toll gemacht, auch wenn ich mich heute kaum noch an etwas genaues erinnern kann. Meine Kleine saß hinter mir und rief die ganze Zeit und dann sagte sie das erste mal Oma. Da haben sich die Omas gefreut! Der Fotograf machte Bilder über Bilder und dann kam die Frage aller Fragen und ich fing an zu weinen, während er meinem Mann die Frage stellte und er mit Ja antwortete! Um selbst Ja sagen zu können, musste ich mich erst mal sammeln. Wir tauschten die Ringe und dann drehte ich mich wieder zum Standesbeamten. Mein Mann meinte dann, ob ich ihn nicht küssen wöllte...Irgendwie hatte ich erwartet aufgefordert zu werden! Bein Unterzeichnen der Dokumente, hätte ich doch fast mit altem Namen unterschrieben. Das K ist jetzt ein angefangenes R.

Draußen wurden wir dann mit Weddingbubbels von meiner Freundin (Trauzeugin) geplant empfangen. Mein Schatz trug mich dort über die Schwelle, da ich vor der Trauung schon mit beiden Absätzen im Gitter hängen geblieben bin und beide Schuhe ausziehen musste. Die Autoschleifen wurden verteilt, die ersten Gratulationen kamen und anschließend stellten wir unsere Autos fürs Autokorso bereit. Da wir so spät dran waren, machten wir eine kleinere Runde bis zur Location, damit auch jeder wusste, wo die Kirche und die Feier war. Alle Gäste gratulierten und wir machten uns mit dem Fotografen auf zurück zur Burg zum umziehen. Meine Mutter, Schwester und Freundin halfen mit ins Brautkleid und meine Visagistin steckte den Schleier fest und die Tiara. Mein Schatz wechselte im Nebenzimmer das Hemd und zog sich Weste und Plastron an. Morgens trug er eine Krawatte passend zu meinem StA-Kleid. Der Fotograf hielt natürlich alles auf Bilder fest. Er war schon draußen und wartete auf mich, als ich endlich fertig war und die Treppe hin unterschritt. Ich war einfach nur sprachlos. Er sah schon morgens sooo toll aus und ich kannte ihn schon im Anzug, aber in dem Moment war ich einfach überwältigt. Die Tränen blieben aber aus.

Meine Mutter, Schwester und Freundin gingen nach Hause und wir machten uns auf in den Burggarten zum Fotoshooting. Dabei sind viele tolle Bilder entstanden. Ein paar konnte ich schon auf der Kamera sehen. Unsere Maus kam noch eine Weile ins Bett und dann musste sie auch wieder fertig gemacht werden. Sie bekam auch ein neues Kleid für die Kirche.
Mein Schatz fuhr mit dem Fotografen und unserer Tochter Richtung Kirche und ich wartete auf den Freund meiner Mutter. Nach ein paar Minuten folgten wir, nachdem wir mich im Auto verstaut hatten, dass war gar nicht so einfach mit dem ausladenden Kleid. Wir fuhren aber zum Hintereingang. Hihi. Er brachte noch die letzten Gäste in die Kirche damit mich keiner sah und ich stand auf einmal einen Moment alleine da. Da fing die Nervosität von vorne an. Er kam wieder und gemeinsam gingen wir zum Eingang, dort wartete meine Schwester (Trauzeugin/Kirche). Sie nahm noch ein paar Dinge mit rein und dann gingen ich mit meinem Brautvater zum Haupteingang, meine Visagistin richtete noch mal alles und verabschiedete sich um nach Hause zu fahren. Wir warteten hinter den inneren Eingangstüren. Durch die Fensterscheiben konnte ich schon die Gäste in der Kirche sehen....die Nervosität stieg nicht nur bei mir auch der Freund meiner Mutter, der mich reinbrachte war sichtlich nervös. Der Pfarrer begrüßte uns, ging dann rein und die Musik setzte ein. Auf mein Zeichen öffneten die Messdiener die Türen und wir liefen auf Canon in D von Pachelbel ein. Beim Einzug sah ich in die Reihen und erst als ich fast vorne war, sah ich meinen Mann der auf mich wartete. Ich bekam meinen Kuss und wurde an meinen Mann übergeben, genauso wie ich es mir gewünscht habe! Lobe den Herren wurde gesungen und der Pfarrer begrüßte uns. Unsere Tochter war die ganze Zeit über bei uns auf dem Arm, da ihr Mittagsschlaf etwas zu kurz geraten war, aber das war vollkommen ok. Das Tagesgebet wurde gesprochen, dann haben wir Laudato si gesungen. Die Korinther Lesung wurde von Schatzis Cousine gelesen, der Pfarrer las Johannes 15 9-12 und dann sang unser Sänger Halleluja. Ich schaute nach oben auf die Empore und fing an ganz stark zu weinen. Er hat einfach soooo verdammt toll gesungen. Ich hör ihn regelmäßig singen auf der Bühne, da er ja ein Arbeitskollege ist, aber hier war er einfach noch mal besser. Ich konnte gar nicht mehr aufhören. Mein Mann griff nach meiner Hand und so lauschten wir dem Gesang. Im Anschluss war dann die Trauung, wir lasen den Treueschwur aus dem Buch vor. Die Ringe wurden gesegnet und wir steckten sie uns ein 2. mal für diesen Tag an. Anschließend reichten wir uns die rechte Hand und auch unsere Trauzeugen kamen dazu um uns den Segen zu geben. Wir küssten uns und waren nun auch vor Gott Mann und Frau! Der Sänger sang you raise me up, diesmal ohne tränen von mir! Danach kann ich mich an nicht mehr viel erinnern, es wurde noch mal gesungen, die Trauzeugen unterzeichneten die Dokumente und wir sind aus der Kirche ausgezogen auf ein Lied von Lemmens. Der Bruder von Morgane war ein ganz toller Organist. Das Zusammenspiel mit allen hat super geklappt.

Vor der Kirche wartete meine Freundin mit ihrer Mutter und einem Blütenbogen. Der sah wunderschön aus. Habe mich so sehr über ihre Überraschungen gefreut!! Wir gingen dann über die Straße zur Location. Die lag genau gegenüber von der Kirche. Draußen warteten wir dann bis alle da waren...wir wurden wieder gratuliert. Sekt wurde verteilt und alle stießen auf uns an. Danach fingen dann die Spiele an. Als erstes, durften wir das Herz aus einem Tuch ausschneiden. Mit kleinen Nagelscheren...es hat keinen gewundert, das ich als erstes fertig war, da es für mich mit einer Schere ja doch ein Heimspiel war! Kurz bevor es dann zum nächsten Spiel ging, erst mal ein riesen Schock. Die bestellte Hochzeitstorte war nicht geliefert wurden. Oh man, was für ein Schreck. In der Bäckerei sind in der Nacht 7 Mann aus gefallen und der Bäcker stand alleine da. Der Freund meiner Ma ist schon los gefahren um nach dem rechten zu sehen....Naja also ging es weiter im Programm mit guter Miene..die Gäste sollten ja nichts mit bekommen. Mir wurde der Wunsch erfüllt und mein Mann und ich durften einen Baumstamm zersägen. Das wollte ich schon immer mal machen und hoffe es auch in vielen vielen Jahren immer wieder machen zu dürfen. Wir waren gerade fertig, da sah ich unser Auto zurück kommen, darin der ersehnte Kuchen. Zum Glück hat er ihn gebacken bekommen, nur hatte er keinen Lieferanten! Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Im Anschluss gingen dann langsam alle Gäste nach drinnen ins untere Foyer. Dort war der Kuchen und Kaffee auf gebaut. Wir hatten einen Stehkaffee. Nach ein wenig Uneinigkeit zwischen dem Brautpaar wurde sich dann dafür entschieden, die Hände zum Kuchen anschneiden in einander zu falten, so das keine Hand oben war! Der Kuchen war super super lecker....Jeder Gast bekam ein Stück von uns geschnitten und die Familien mischten sich unter einander. Überhaupt war eine gute Stimmung und alles lief vor sich hin. Nach dem Empfang wurden dann verschiedene Gruppenfotos sowie einzelne Bilder von unserem Fotografen gemacht. Um die Zeit zu überbrücken bis der Caterer kam, außerdem war sooo wunderschönes Wetter, das alle froh waren noch ein wenig an der Sonne sein zu können. Um kurz vor 18 Uhr war es dann so weit, das Essen wurde geliefert...mittlerweile kam sicher auch Hunger auf. Wir gingen also alle nach oben und eröffneten den Saal. Mein Schwiegervater hielt eine Rede und im Anschluss wollte mein Mann seine Rede halten...tja irgendwie hatte er einen Black out und meinte nur das Buffet sei eröffnet! Essen war super super lecker und viel zu viel....Leider mussten wie viel davon entsorgen, da der Wetterumschwung einiges verdorben hat. Die nächste Überraschung kam nach dem Essen, alle sollten raus gehen und wir bekamen jeder einen Luftballon in die Hand wo dann Kärtchen mit Wünschen an das Brautpaar dran geknotet worden. Die ließen wir alle steigen und in der Zeit, richtete unser Service den Saal wieder her.

Jetzt ging es endlich zur Feier über.....Allem voran unser Eröffnungstanz. Wir haben auf Main title von Wie ein einziger Tag getanzt. Es hat super geklappt, trotz des großen Umfangs meines Kleides. Die Gäste standen alle unten mit Wunderkerzen in der Hand. Ich habe diesen Moment sooo sehr genossen. Im Anschluss folgte dann mein Vater-Tochter-Tanz auf I loved her first und danach dann noch ein Vater-Tochter-Tanz von meinem Mann und unserer Tochter. Danach war die Tanzfläche offiziell eröffnet und jeder der wollte konnte tanzen. Auch wenn es leider weniger Gäste gemacht haben wie ich mir gewünscht habe. Es war halt für alle ein sehr langer anstrengender Tag und viele waren schon sehr müde. Nebenbei schrieben die Gäste in unser Gästebuch, druckten ihren Finger auf unseren Baum oder malten uns ein Bild auf die Leinwand. Die Gäste unterhielten sich und es war eine gute Stimmung.Zwischenzeitlich fingen dann die Spiele des Abends an...Übereinstimmungsspiel – es gab viel zu lachen. Gesang und ein Reisespiel gab es auch noch. Kurz darauf habe ich dann noch meinen Brautstrauss geworfen, den meine Schwester gefangen hat. Leider hat er es nicht ganz überlebt da er an die Wand geknallt ist. Um halb elf war es dann soweit, das alle noch mal nach draußen mussten. Es war endlich dunkel und unsere Überraschung für die Gäste konnte beginnen. Wir hatten ein Feuerwerk besorgt....Das war wirklich ein Highlight des Abends. Zumindens für mich ist ein riesen Wunsch in Erfüllung gegangen. Die ersten Gäste verabschiedeten sich dann schon so langsam und mit dem Rest sind wir wieder hoch weiter tanzen, lachen und quatschen....Das ganze ging dann noch mit dem Rest so bis 1 Uhr nachts und um halb 2 waren wir in der Burg. Die Maus haben wir völlig erledigt ins Bett gebracht. Ich muss sagen sie hat den Tag super mit gemacht und sie hatte viel Spaß! Wir haben noch angefangen die Karten auszupacken und sind dann auch ins Bett..Am nächsten Tag musste schließlich abgebaut werden. Das ging dank vieler Helfer aber wirklich super super schnell!!!

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